Diplomarbeit Jörg Wichmann. Wortwahl und Wortbildung in der spanischen Werbesprache. Seite 7.  
 
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1. Werbung und Werbesprache - theoretische Grundlagen

1.1. Allgemeines zur Werbung
1.1.1. Begriff. Wesen. Wirkungsweise der Werbung:

Laut Die Werbung stammt das deutsche Wort Werbung vom mit­telhochdeutschen werban ab und bedeutete sich drehen.
Im selben Buch fand man auch die Definition von Weidenmüller sehr treffend: "Werbung heißt Nachricht geben in willenbewe­gender Form."
Werbung ist eine dreistellige Konstellation (Trias) zwischen Produzent/Verkäufer, Produkt/Ware und Käufer/Konsument. Die vom Produzenten initiierte und bezahlte Werbung dient als Teil des absatzpolitischen Instrumentariums des Unternehmens dem Verkauf und Konsum von Wirtschaftsgütern und Dienstlei­stungen und somit der Gewinnmaximierung.
Werbung richtet sich an verschiedene Bedürfnisse des Konsu­menten:
a.) an die biologisch-psychologischen wie:
den Selbsterhaltungstrieb (Gesundheit, Nahrung, Beklei­dung, Unterkunft), den Geschlechtstrieb, den Mutter­trieb, den Genußtrieb, den Bewegungstrieb u.s.w.
b.) an die geistig-psychologischen wie:
das Streben nach Zufriedenheit, Liebe, Geborgenheit, Si­cherheit,. Besitztrieb, Spieltrieb, Kulturtrieb, Eitel­keit
c.) an die soziologischen wie:
den Willen, sich mit bestimmten Leitwunschbildern, grup­penspezifischen Normen und Rollen zu identifizieren, Prestige, Macht und Geltung (einerseits als Mode- oder Mitläufererscheinung, andererseits in Form von Exklusi­vitätsanspruch, Snobismus, dem Wunsch, zur geistigen, sozialen, wirtschaftlichen Elite zu gehören)