Diplomarbeit Jörg Wichmann. Wortwahl und Wortbildung in der spanischen Werbesprache. Seite 23.  
 
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wissen,  kaufen,  haben,  genießen  usw.

Der signifikant hohe Anteil von Adjektiven und Substantiven erklärt sich aus der Werbefunktion, bei der es um die Iden­tifikation (generische Bezeichnungen und Eigennamen) und die anpreisende Darstellung und Bewertung (attributive Adjekti­ve, davon abgeleitete Substantive) der Produkte geht. Häufig sind auch Komparative und Superlative sowie verstärkende und intensivierende Adverbien.

In der spanischen Werbesprache ist der elliptische Satz ebenfalls oft zu finden. Auch Nominalkonstruktionen sind häufig. Damit wird die traditionelle spanische Syntax, bei der das Verb die Basis bildet, durchbrochen. Außerdem findet man viele von Verben oder Adjektiven abgeleitete Substanti­ve. Adjektive werden oft in emphatischer Funktion vor das Substantiv gestellt (z.B. gran,  mejor,  más fino). Superlative und Komparative sind in der spanischen Werbe­sprache reichlich zu finden, wobei der relative Superlativ mit más  gegenüber dem absoluten Superlativ mit der Endung -ísimo  überwiegt. In Slogans kann man von folgendem Standardtyp ausgehen:

Beispiel:        El coche más bello del país.

Artikel Substantiv Superlativ Adverbialbestimmung

Es werden häufiger bestimmte, aber auch unbestimmte oder gar keine Artikel verwendet. Verben sind vor allem in Slogan oder Schlagzeile seltener und beschränken sich, ähnlich wie im Deutschen, meist auf die Bereiche Produktion, Konsum, Be­dürfnisse und Kaufentscheidung. Präpositionalverbindungen sind seltener, Possessivpronomen wie su  oder tu  werden dage­gen häufig verwendet. Imperative findet man allerorts, oft direkt oder indirekt mit der Aufforderung zum Kauf verbun­den. Auch graphische Veränderungen der korrekten spanischen Orthographie sind möglich. Sehr beliebt sind auch Lexemkür-