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1.3. Syntaktische und
grammatische Aspekte der
Werbesprache
In
der deutschen Werbesprache ist wie in jeder persuasiven Kommunikation neben
den
Aussagesätzen ein signifikant häufiger Gebrauch von
Imperativ- und Interrogativ-, aber auch
von Konditional-,
Final- und Kausalsätzen feststellbar. Besonders bei
Slogans, Schlagzeilen sowie Annoncen
zeichnet sich die Satzsyntax oft durch die extreme Kürze ihrer
Einheiten
aus. Die Sätze sind meist
kurz und prägnant, manchmal verschwommen und vage. Häufig
findet man Ellipsen,
es werden ganze
Satzglieder ausgelassen, z.B. das Prädikat, oder aber einzelne Wörter
(das finite
Verb, Artikel, Personalpronomen, Präpositionen
und Konjunktionen).
In
deutschen Werbetexten ist eine relativ hohe Bereitschaft zur Durchbrechung
syntaktischer
Normen zu erkennen. Oft folgen Sätze
blockartig aufeinander, die in hohem Maße ergänzungsbedürftig
und -fähig sind,
im Extremfall reduziert sich der ganze Werbetext
auf einen Namen oder ein Nominalsyntagma. Der
Werbetexter gründet sich dabei auf das ökonomische Prinzip, das zur freien Interpretation anregt
und
dabei den Empfänger aktiv
werden läßt.
Häufig sind relativ einfache, kurze
Hauptsätze, wobei eine gewisse Unbestimmtheit der Verbindung
zwischen den Sätzen bzw. Satzteilen durch koordinierende Konjunktionen zu registrieren ist.
Der
substantivische Kern der gehäuft auftretenden Nominalsyntagmen wird durch
alle
möglichen Determinanten und Adjektive
präzisiert.
Die
Verben befinden sich weitestgehend im Hintergrund, sind semantisch nicht
besonders
strukturiert und beziehen sich meist auf den Bereich der Produktion,
der
Bedürfnisse, der Kaufentscheidung
und des Konsums. Im Deutschen sind das zum Beispiel
Verben wie machen, leisten, brauchen, probieren,
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