Diplomarbeit Jörg Wichmann. Wortwahl und Wortbildung in der spanischen Werbesprache. Seite 18.  
 
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1.2. Mittel zur Erhöhung der Wirkung in Werbetexten
1.2.1. Allgemeine Mittel
Um einerseits Glaubwürdigkeit zu erzielen und andererseits dem Hauptziel, den gesteigerten Verkaufs- bzw. Konsumzahlen näherzukommen, verfügt der Werbetexter über verschiedene allgemeine, technische und sprachliche Mittel, die in un­terschiedlicher Häufigkeit eingesetzt werden. Die meisten dieser Mittel sind im Deutschen und Spanischen gleichermaßen nutzbar.
Zunächst ist es wichtig, daß der Werbetext schlüssig und lo­gisch gehalten ist, um den potentiellen Käufer zu überzeu­gen. Dabei sollte es der Texter vermeiden, alles zu sagen, da die Verbraucher in der Regel nicht dazu bereit sind, Lernprozesse durchzumachen. Günstiger ist es, den häufig an­zutreffenden infantilen Stil durch einen guten Erwachsenen­stil zu ersetzen. Guter Werbetext ist etwas knapper als Um­gangssprache, Formulierungen im Telegrammstil erzielen je­doch nicht immer den gewünschten Erfolg. Möglichst kurz sollten aber der Slogan bzw. die Headline gehalten werden. Der Stil ist fast immer umgangssprachlich, dementsprechend häufig findet man entsprechende Wendungen. Der Werbetext sollte originell und individuell sein. Der Texter verdich­tet, vereinfacht, versucht, reporterhaft interessant zu be­richten. Der Leser soll erst zum Mitdenken, dann zum Nach­denken bewegt werden. Gefragt sind heute Ehrlichkeit, Natür­lichkeit, Witz und sogar Selbstironie.
1.2.2. Technische Mittel
Werbetexter versuchen, den Verbrauchern ihre Kundigkeit zu demonstrieren. Man findet dazu oft scheinwissenschaftliche Darstellungen und Beweise. Zur Unterstützung der Argumentation werden viele Beispiele